Private Rentenversicherungen gehören zu den Lebensversicherungen. Sie können dem Aufbau der Altersvorsorge, aber auch anderen Sparzwecken dienen. Obwohl Rentenversicherungen regelmäßig als Versicherungen bezeichnet werden, stellen sie inhaltlich vielmehr eine Art Sparplan (zum Vermögensaufbau) dar.

Die privaten Rentenversicherungen lassen sich in die „klassische Rentenversicherung“ und die „fondsgebundene Rentenversicherung“ einteilen.

Bei beiden Varianten der Rentenversicherung vereinbart der Versicherungsnehmer bei Vertragsbeginn mit dem Versicherer eine Vertragslaufzeit und eine monatlich zu zahlende Rate. Der relevante Unterschied der beiden Versicherungsarten liegt in der Art der Investition der Versicherungsbeiträge:

Bei der „klassischen Rentenversicherung“ legt der Versicherer die Beiträge der Versicherungsnehmer vorrangig in sehr sichere Produkte wie Termingelder oder bestimmte Anleihen an. Kapitalverluste muss der Versicherte nicht befürchten, da er bei Fälligkeit der Versicherungsleistung mindestens die bis dahin einbezahlten Beträge zuzüglich einer Mindestverzinsung erhält.

Bei der „fondsgebundenen Rentenversicherung“ dagegen werden die Sparbeiträge der Versicherten in bestimmte Fonds wie z.B. Aktienfonds investiert. Da bei der Investition in Fonds auch Kursverluste entstehen können, kann daher das am Ende der Vertragslaufzeit auszuzahlende Guthaben auch geringer als die eingezahlten Beträge sein.

Gerade fondsgebundene Rentenversicherungen werden oftmals auch als Kapitalanlagen zum Vermögensaufbau und zur Erzielung steuerlicher Vorteile abgeschlossen. Versicherte/Anleger können Schadensersatzansprüche gegen Berater und Versicherungsvermittler geltend machen, wenn diese sie bei Vertragsabschluss nicht über die tatsächlich bestehenden (Verlust)Risiken einer Versicherung aufgeklärt haben.