Bei einer Berufsunfähigkeit zahlt normalerweise die Versicherung – so ist der allgemeine Glaube. Doch zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) in jedem Fall, oder gehen Versicherte bei einer Erkrankung womöglich leer aus?

Fakt ist, die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten Invaliditätsabsicherungen – egal ob für Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige oder Hausfrauen/-männer. Auf dieser Seite klären wir Sie über wichtige Aspekte der BU auf und klären die Frage, wann die Versicherung bei einer Berufsunfähigkeit zahlt und wann nicht.

Wann liegt eine Berufsunfähigkeit vor?

Als berufsunfähig gelten Personen, die Ihre Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen mindestens sechs Monate nicht ausüben können. Zu unterscheiden ist in eine teilweise und volle Berufsunfähigkeit.

Zur Beantragung der Berufsunfähigkeitsrente muss dieser erwerbsmindernde gesundheitliche Zustand einerseits ärztlich attestiert sein und andererseits von der Versicherung anerkannt werden. Erst nach sorgfältiger Prüfung der BU wird dem Versicherten mitgeteilt, ob seinem Antrag auf Rente entsprochen wird. Grundsätzlich ist der zuletzt ausgeübte Beruf versichert. Voraussetzung für das Bewilligen des Versicherungsfalls ist eine mindestens 50%ige Berufsunfähigkeit, die nicht durch mutwilliges Handeln aufgetreten ist. Bei einer positiven Prüfung des Versicherungsfalls zahlt die BU die im Vertrag vereinbarte Rente monatlich an den Versicherten aus. Dennoch werden etwa 30 % der Anträge zunächst von den Versicherungen abgelehnt – am Ende landen etwa 3 % dieser Fälle bei Gericht.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Generell entscheiden drei Faktoren über die Chancen, eine BU abschließen zu können: Der Gesundheitszustand, das Alter sowie das Risikopotential der ausgeübten Tätigkeit. Liegen gesundheitliche Vorerkrankungen vor, so sehen die Aussichten auf Versicherung nicht ganz so rosig aus – hier müssen Antragsteller mit höheren Beiträgen, Ausschlüssen von Leistungen bei gewissen Krankheitsbildern oder gar einer Ablehnung rechnen. Dennoch sollten Antragsteller beim Vertragsabschluss aus Angst vor einer Ablehnung keinesfalls Lügen oder Krankheiten verschweigen. Kommt das nämlich später heraus, ist jeglicher Anspruch auf Zahlungen verwirkt.

Haben Antragsteller Sorge, dass die BU ihren Antrag auf Versicherung aufgrund von Vorerkrankungen ablehnt, so lohnt sich zunächst eine anonymisierte Risikoabfrage. Hier liegt der Vorteil darin, dass die persönlichen Daten nicht in die zentrale Sonderwagnisdatei aufgenommen werden. Stehen Personen erst einmal als Ablehnungskandidat in diesem Register, haben sämtliche andere Versicherungen ebenfalls Zugriff auf diese Daten und die Chancen auf einen Vertragsabschluss schwinden. Aus diesen Gründen ist es generell sinnvoll, die Police so früh wie möglich abzuschließen. Junge und gesunde Antragsteller haben meist keine Probleme, eine Versicherung für Berufsunfähigkeit zu erwirken.

Was tun, wenn die Berufsunfähigkeit nicht zahlt?

Wird die Berufsunfähigkeit nicht anerkannt, sollten Sie einen Experten im Versicherungsrecht kontaktieren. Unsere Kanzlei hat sich unter anderem auf das Versicherungsrecht spezialisiert und kann Sie unterstützen, Ihren Fall durchzusetzen.

Auch wenn noch unklar sind, wie Ihre Chancen sind: Kontaktieren Sie uns! Denn in einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch besprechen wir gemeinsam mit Ihnen Ihre Chancen, die Berufsunfähigkeit anerkannt zu bekommen.