Die private Unfallversicherung deckt Folgen eines Unfalls des Versicherungsnehmers ab – ähnlich wie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Ein Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen ist gegeben, wenn der Versicherungsnehmer durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Unfallversicherungen decken – je nach Vertragsinhalt -  folgende Schäden ab:

  • medizinischen Kosten (Krankentransport, Erstversorgung, Heilbehandlung, Rehabilitation)
  • Kosten für Such-, Bergungs- oder Rettungseinsätze
  • Invaliditätsleistung/ Schmerzensgeld (als Abgeltung für dauerhafte körperliche Beeinträchtigungen)
  • Unfallrente
  • Übergangsgelder
  • Pflegegelder
  • Tagegelder
  • Krankenhaustagegelder
  • Umschulungskosten
  • Sterbegeld

Sonderformen der Unfallversicherung sind die

  • Betriebsunfallversicherung
  • Insassenunfallversicherung
  • Rückholversicherung

Wichtige Fristen zu beachten!

In den sogenannten Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Unfallversicherungen (AUB) sind wichtige Fristen zu beachten! Gerade im Fall der Invalidität muss der Versicherte darauf achten, dass er seine Ansprüche form- und fristgerecht gegenüber dem Versicherungsunternehmen geltend macht. Denn in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Unfallversicherungen ist geregelt, dass die Invalidität des Versicherungsnehmers innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten und innerhalb von 15 Monaten von einem Arzt festgestellt und  vom Versicherungsnehmer geltend gemacht werden muss. Der Grad der Invalidität kann jährlich bis längstens drei Jahre nach dem Unfall erneut ärztlich bemessen werden.

Versäumt der Versicherungsnehmer diese Fristen, kann er keinerlei Ansprüche mehr aus der Unfallversicherung geltend machen!

Doch es gibt noch eine Vielzahl weiterer Fristen, die der Versicherungsnehmer zu beachten hat! Er muss z.B. den Unfall, der möglicherweise zu einer Invalidität führt, unverzüglich beim Versicherer melden. Möchte der Versicherungsnehmer Ansprüche auf Übergangsleistungen gegenüber der Versicherung geltend machen, hat er eine Frist von 7 Monaten zu berücksichtigen.

Außerdem ist die allgemeine Verjährungsfrist von 3 Jahren nach dem Unfallereignis zu berücksichtigen.

Sofern ein Versicherter also Ansprüche gegen seine Unfallversicherung geltend machen will, sollte er sich unmittelbar an einen spezialisierten Anwalt wenden, der auf die Einhaltung der Fristen achtet und die erforderlichen Schritte zur Wahrung sämtlicher Ansprüche einleitet.